Das Capybara (Hydrochoerus hydrochaeris), das im Deutschen auch als Wasserschwein bekannt ist, ist das größte lebende Nagetier der Welt und wird zur Familie der Meerschweinchen gezählt. Es bewohnt unterschiedliche Lebensräume in beinahe ganz Südamerika, ist aber an die Nähe zu Gewässern wie Seen, Tümpeln, Flüssen, Sumpfgebieten oder Mangrovenwäldern angewiesen.

Die Hitze des Tages verbringt das Capybara üblicherweise ruhend und dösend in einem Gewässer. Mit Einsetzen der Dämmerung verlässt der Meerschweinchen-Verwandte meist das Wasser und begibt sich in grasbewachsene Savannengebiete, um dort Gras zu fressen. Dies brachte dem Capybara auch seinen Namen ein. Denn das Wort „Capybara“ stammt aus dem Guaraní, einer Tupí-Sprache, und bedeutet ins Deutsche übersetzt etwa „Herr der Gräser“. Diesem Titel wird das Capybara auch gerecht, da es zu den größten Grasfressern Südamerikas zählt. Gelegentlich frisst es aber auch Wasserpflanzen. Nachts zieht sich das Capybara an Land zum Schlafen ins Dickicht zurück.

Während der Nahrungssuche und Schlafphase an Land und auch während der Ruhephasen im Wasser muss das Capybara sich vor allem vor Jaguaren, Ozelots und anderen Katzen, Waldhunden, Kaimanen, Anakondas und Greifvögeln in Acht nehmen. Bei Gefahr flieht das Capybara üblicherweise in ein Gewässer, da es ein ausgezeichneter Schwimmer und Taucher ist. Aus dem Wasser ragen oft nur Augen und Nasenspitze, sodass das Capybara sich so gut zwischen aus dem Wasser ragenden Pflanzen und dichter Uferbepflanzung verstecken kann. An diese semiaquatische Lebensweise ist das Capybara hervorragend angepasst und weist zum Beispiel Schwimmhäute zwischen den Zehen auf.

Typischerweise lebt das Capybara in einer Familien-Gruppe, die aus einem Paar und seinem Nachwuchs besteht. Gelegentlich verbinden sich auch mehrere ausgewachsene Tiere zu einer Gruppe von bis zu 20 Tieren, aber auch Einzelgänger treten von Zeit zu Zeit auf.

Auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) wird das Capybara als „nicht gefährdet“ (LC) geführt.

Capybara für Profil 2025

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Häufig gestellte Fragen

  • Was sind Capybaras?

    Capybaras (Hydrochoerus hydrochaeris) sind die größten heute lebenden Nagetiere der Welt. Sie sind mit Meerschweinchen verwandt und bekannt für ihr ruhiges, freundliches Wesen.

  • Wo leben Capybaras?

    Capybaras sind in Südamerika verbreitet, u. a. in Brasilien, Venezuela, Kolumbien, Peru, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Sie bevorzugen flussnahe Lebensräume, Sümpfe, Überschwemmungsgebiete, Feuchtwiesen, Seen und Lagunen. Wasser spielt eine zentrale Rolle für Schwimmen, Nahrungssuche und Flucht vor Fressfeinden.

  • Wie groß und schwer werden Capybaras?

    Capybaras erreichen eine Körperlänge von 100–130 cm, eine Schulterhöhe von 50–60 cm und ein Gewicht von 35–66 kg. Sie besitzen dichtes, wasserabweisendes Fell, einen stumpfen Kopf mit weit oben liegenden Augen, teilweise schwimmhäutige Zehen und robuste Zähne zum Abbeißen von Gras und Wasserpflanzen.

  • Was fressen Capybaras?

    Sie sind reine Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Wasserpflanzen, Rinde und Früchten. Sie praktizieren auch Koprophagie (Fressen ihres speziellen „Blinddarmkots“), um Nährstoffe besser zu verwerten.

  • Leben Capybaras in Gruppen?

    Capybaras sind sehr soziale Tiere. Sie leben in Gruppen von 10–20 Individuen, bei hoher Dichte auch in größeren Ansammlungen von bis zu 100 Tieren. Innerhalb der Gruppe existieren klare Hierarchien mit dominanten Männchen. Die Gruppen bieten Schutz vor Fressfeinden, und es bestehen enge soziale Bindungen, inklusive gegenseitiger Fellpflege.

  • Können Capybaras gut schwimmen?

    Sehr gut! Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und verbringen viel Zeit im Wasser.
    Capybaras besitzen teilweise schwimmhäutige Zehen, Augen, Ohren und Nasenlöcher hoch am Kopf, was ihnen Schwimm- und Tauchfähigkeit erleichtert. Sie können mehrere Minuten unter Wasser tauchen, wodurch Wasser Schutz und Nahrung bietet.

  • Haben Capybaras natürliche Feinde?

    Ja. Zu ihren natürlichen Feinden zählen z. B. Pumas, Jaguare, Ozelots, Kaimane und große Greifvögel. Ihre Hauptverteidigungsstrategie ist das Schwimmen oder Tauchen, begleitet von Warnrufen innerhalb der Gruppe.

  • Wie lange leben Capybaras?

    In der Natur leben Capybaras meist 6–10 Jahre. In menschlicher Obhut können sie 10–12 Jahre oder sogar etwas älter werden.

  • Geben Capybaras Laute von sich?

    Capybaras kommunizieren über ein Repertoire an Lauten wie Pfeifen, Quieken, Bellen und Brummen. Körperliche Signale und olfaktorische Markierungen über Duftdrüsen dienen der Warnung vor Fressfeinden, der Territorialabgrenzung und der sozialen Interaktion innerhalb der Gruppe.

  • Wie pflanzen sich Capybaras fort?

    Capybara-Weibchen erreichen ihre Geschlechtsreife mit 12–18 Monaten, Männchen mit 18 Monaten. Die Paarung erfolgt saisonal in Abhängigkeit von Regenzeiten. Capybaras haben eine Tragzeit von 150 Tagen. Ihre Wurfgröße liegt bei 4–8 Jungtieren. Jungtiere werden von der Mutter und teilweise von anderen Gruppenmitgliedern betreut. Die Gruppenstruktur unterstützt eine kooperative Aufzucht.

  • Welche ökologischen Funktionen erfüllen Capybaras?

    Capybaras regulieren die Vegetation entlang von Flussufern und Feuchtgebieten. Durch Trittspuren und Grabungen bearbeiten sie Böden. Ihre Fäkalien dienen als Nährstoffquelle für Wasserökosysteme.

  • Sind Capybaras gefährdet?

    Aktuell gelten sie als nicht gefährdet. In einigen Regionen wurden sie früher wegen ihres Fleisches und Leders stark bejagt, heute sind die Bestände insgesamt stabil.

  • Können Capybaras als Haustiere gehalten werden?

    In vielen Ländern ist die private Haltung streng reguliert. Capybaras haben komplexe Bedürfnisse: Sie benötigen Artgenossen, viel Platz, Zugang zu Wasser zum Schwimmen und spezielle Ernährung. Sie sind keine üblichen Haustiere.

  • Warum wirken Capybaras so „freundlich“?

    Ihr ruhiges Temperament und ihre hohe Sozialverträglichkeit führen dazu, dass Capybaras oft entspannt mit anderen Tieren interagieren. Dennoch bleiben sie Wildtiere mit natürlichen Instinkten.

  • Wie kann ich eine Patenschaft für ein Capybara im Zoo Dortmund abschließen?

    Unter https://buchung.zoofreunde-dortmund.de/patenschaften/capybara-wasserschwein können Sie eine Patenschaft über ein Capybara im Zoo Dortmund abschließen.

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