Das natürliche Verbreitungsgebiet des Rotfußseriemas befindet sich in Südamerika und erstreckt sich vom östlichen und zentralen Brasilien über Bolivien, Paraguay und Uruguay bis ins zentrale Argentinien. Hier bewohnt dieser Verwandte der ausgestorbenen Terrorvögel unterschiedliche Lebensräume wie offene Wälder und Savannen und, als sogenannter Kulturfolger, auch Weiden und Felder in der Nähe menschlicher Siedlungen.
 
Am Boden ist der flugfähige Rotfußseriema – ein schneller und ausdauernder Läufer – der auf der Flucht vor potenziellen Feinden rennend Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erreichen kann. Auf der Suche nach Beute schreitet der Rotfußseriema mit aufrecht gehaltenem Körper stolzierend umher und versucht, Gliederfüßer wie Insekten und Spinnentiere, aber auch kleinere Wirbeltiere wie Amphibien, Reptilien, Vögel sowie deren Küken und Eier zu erlegen. Gelegentlich frisst der Vogel auch Mais und andere Sämereien sowie Früchte und Baumsäfte.
 
In vielen Gegenden seines natürlichen Verbreitungsgebiets ist der Rotfußseriema bei Farmern als Nützling recht beliebt und ein gern gesehener Gast. Denn der Vogel jagt Nagetiere, die Schaden an der Ernte anrichten können, und Giftschlangen, die auch durchaus eine Gefahr für Menschen darstellen können. Vor den Schlangenbissen muss der Rotfußseriema sich allerdings in Acht nehmen und plustert beim Erlegen von Schlangen sein Kopfgefieder weit auf, sodass dieses einen eventuellen Schlangenbiss abfedert und der Vogel nicht tatsächlich gebissen wird. Die gefangenen Schlangen schlägt der Seriema mit dem Kopf gegen Steine oder einen anderen festen Untergrund, bis sie tot sind. Im Deutschen ist der Vogel daher auch als Schlangenstorch bekannt, obwohl er mit Störchen nicht enger verwandt ist. Ein Rotfußseriema ist aber auch ein aufmerksamer Wächter, der mit einem lauten Ruf vor Raubtieren und auch menschlichen Eindringlingen warnt, sodass Farmer Rotfußseriemas oft zusammen mit ihren Hühnern halten.
 
Den unverkennbaren Ruf eines Rotfußseriemas hat jeder Zoobesucher in unserem Zoo sicherlich schon einmal vernommen, auch wenn er ihn vielleicht nicht direkt zuordnen konnte. Der Ruf erinnert an ein etwas merkwürdig klingendes, lautes Gekreische. Als lautes Jaulen oder hysterisch klingendes Geschnatter beschreiben Vogelkundler diesen Ruf, der mehrere Kilometer weit zu hören ist. Rotfußseriemas grenzen so unter anderem ihr Revier gegenüber Artgenossen ab.
 
Da der Rotfußseriema ein recht großes Verbreitungsgebiet aufweist, in diesem recht häufig ist und auch keine Hinweise auf einen Rückgang der Art zu erkennen sind, wird er auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der Weltnaturschutzunion IUCN) als „nicht gefährdet“ (LC) geführt.
 
Bei uns im Zoo lebt aktuell ein Pärchen, Ihr findet die beiden schräg gegenüber vom Capybarastall.
Rotfußseriema für Profil 2026

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  • Zoofreunde-Kalender für das Folgejahr (bei einer Patenschaft ab 250€)
  • VIP-Patenschaft (ab 500,- Euro) : Die VIP-Patenschaft beinhaltet neben der Einladung zu einer VIP-Führung für den Paten sowie bis zu 5 Begleitpersonen ein Patenschild direkt am Tiergehege und die Werbemöglichkeit mit dem Bild des Patentieres. Firmen und Personengruppen können statt der VIP-Führung einen Gutschein über eine Zooführung für max. 15 Personen erhalten.

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