Der Mosaikfadenfisch (Trichopodus leerii) ist ein faszinierender Labyrinthfisch aus Südostasien, der durch sein auffälliges Aussehen und interessantes Verhalten besticht. Er stammt ursprünglich aus langsam fließenden, warmen Gewässern mit dichter Vegetation in Thailand, Malaysia, Indonesien und auf Borneo. Charakteristisch für die Art ist das perlmuttartig schimmernde Schuppenmuster mit einem dunklen Längsband, das sich vom Auge bis zur Schwanzwurzel zieht – daher der Name „Mosaikfadenfisch“.
Biologisch besonders bemerkenswert ist, dass der Fisch direkt atmosphärische Luft atmen kann. Diese Anpassung ermöglicht es dem Fisch auch sauerstoffarme Gewässer zu besiedeln. Deshalb sieht man den Mosaikfadenfisch oft an der Wasseroberfläche Luft schnappen. Aus diesem Grund kann dieser Fisch auch in Reisfeldern angesiedelt werden. Dort erfüllt der Mosaikfadenfisch gleich zwei Funktionen. Auf der einen Seite beseitigt der Fisch Schädlinge aus den Reisfeldern, da er sich von Insektenlarven und Kleinkrebsen ernährt. Auf der anderen Seite wird dieser beliebte Speisefisch auch gefangen und gegessen.
Der Mosaikfadenfisch kann bis zu 12 Zentimeter lang werden und zeigt ein ruhiges, friedliches Verhalten. Männchen unterscheiden sich durch intensivere Farben und einen spitz zulaufenden Rücken- und Afterflossenbereich. Während der Fortpflanzung baut das Männchen ein Schaumnest an der Wasseroberfläche, in das das Weibchen nach der Paarung die Eier legt. Das Männchen übernimmt danach die Brutpflege, bewacht das Nest und hält die Eier sauber.