Der Gaur (Bos gaurus) ist in zersplitterten Populationen von Indien über Nepal, Bangladesch, Bhutan, Myanmar, China, Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam bis auf die Malaiische Halbinsel verbreitet. Hier bewohnt das Rind vor allem dichte Wälder, wo es sich bevorzugt von Gräsern ernährt, aber auch Kräuter und Laub zu sich nimmt.

Der Gaur ist üblicherweise in Herden von etwa zehn Tieren unterwegs, die aus Kühen, deren Kälbern und einem Bullen bestehen. Der Bulle verteidigt seine Position gegenüber anderen Bullen. Junge Bullen sind, sobald sie von ihrem Vater vertrieben werden, häufig in sogenannten Junggesellentrupps unterwegs. Sobald sie stark genug sind, ziehen sie als Einzelgänger durch die Wälder und fordern Haremsführer heraus, bis sie schließlich einen verjagen und dessen Herde übernehmen. Als natürliche Feinde kommen Tiger und Leoparden in Frage.

Ein männlicher Gaur kann ein Gewicht von über einer Tonne, eine Kopf-Rumpflänge von über drei Metern und einer Schulterhöhe von über zwei Metern erreichen. Damit gilt der Gaur als größtes Rind der Welt.

Das Wort „Gaur“ wurde übrigens aus dem Hindi übernommen, welches wiederum das Wort von dem Sanskrit-Begriff „gāŭra“ abgeleitet hat. Dort wird es als Adjektiv verwendet und bedeutet unter anderem „glänzend“ oder „prächtig“. Vor allem bei den Bullen fällt das kurze und glänzende Fell besonders auf.

Etwa 90 Prozent der wild lebenden Gaur leben in Indien, wo sie in der Regel nicht bejagt werden. Im restlichen Verbreitungsgebiet sind Gaur vor allem durch Jagd, aber auch durch Lebensraumzerstörung, Konkurrenz um Futter zu von Menschen gehaltenen Viehherden und durch Übertragung von Krankheiten von domestizierten Rindern bedroht. In Sri Lanka ist der Gaur bereits ausgestorben und, laut Veröffentlichungen der Weltnaturschutzunion IUCN, vermutlich auch in Bangladesch. Daher wird der Gaur auf der IUCN Red List of Threatened Species (Rote Liste gefährdeter Arten der IUCN) mittlerweile als „gefährdet“ (VU) geführt.

Gaur

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